Herzlicher Hochzeitstag

Ihr Lieben,

gestern hatten wir unseren 1. Hochzeitstag. Viele haben an uns und unseren besonderen Tag gedacht. Danke dafür!

 

Wir haben uns einen schönen Tag gemacht mit einem leckeren Frühstück, neben unserer Freude war dann aber auch Platz für ein paar Tränen, als wir meinem Papa dann ein paar Blumen gebracht haben. Ansonsten haben wir es den ganzen Tag langsam gehen lassen.

 

Und gestern Abend folgte dann das Highlight: Unser Essen im Emil. Am Fuße des Dortmunder U hatte vor einiger Zeit dieses Lokal eröffnet und wir hatten uns immer vorgenommen, dort einmal hin zu gehen – der passende Anlass fehlte aber immer. Schon am 22.07.2015 habe ich einen Tisch reserviert. Ich habe darauf hingewiesen, dass wir an dem Tag unseren ersten Hochzeitstag haben und dass ich Daniel wenn möglich gern mit einem Glas Sekt überraschen möchte. Ich war gespannt, ob das funktionieren würde. Aber ich war absolut geflasht von dem, was uns heute Abend geboten wurde!

 

Etwas früher als in der Reservierung angegeben waren wir da. Das Lokal hat ein tolles Ambiente: Ein Gewölbekeller, Kronleuchter an den Decken, gedimmtes Licht, ein aufgeräumter und moderner Stil. Nachdem wir uns angemeldet hatten, hat uns sehr freundliches Personal direkt an unseren Tisch geführt. Unser Platz war nicht im Hauptteil des Kellergewölbes, sondern wir hatten einen mit einem Vorhang abgetrenntes Separée mit einem großen Tisch und einer umlaufenden Bank. Dort war schon alles für uns vorbereitet. Der Tisch bereits eingedeckt, eine schöne Kerze brannte und ein großes Herz aus weißen und roten Rosenblütenblättern zierte den Tisch. Kurz nachdem wir Platz genommen hatten, wurden wir von einem freundlichen Kellner begrüßt, kurz darauf kam eine Kellnerin mit zwei Gläsern Sekt auf dem Tablet. Nun hatten wir Zeit zum Anstoßen.

 

Kurze Zeit später wurde uns die Getränke- und Weinkarte gereicht. Nachdem wir uns für ein Getränk entschieden hatten, erhielten wir die Speisekarte.  Bevor wir uns überhaupt für eine Vorspeise entscheiden konnten, erreichte uns noch ein Gruß aus der Küche: eine Gemüse-Quiche mit Kräuterquark. Was ein Start! Lecker, lauwarm, aufeinander abgestimmter Geschmack, frisches Gemüse – so darf es weitergehen. Wir konnten uns bei dem Angebot an Vorspeisen nur schwer entscheiden und haben uns dann aber doch auf unsere Vorspeisen einigen können. (wir probieren immer gegenseitig von unseren Speisen – da muss man sich natürlich vorher gut abstimmen – aber das haben wir drauf!) Daniel hatte sich Saftiges Tartar vom Rinderfilet „Asia Style“ bestellt und ich habe mich für die Ziegenfrischkäsemousse entschieden. Bevor wir unsere Vorspeisen erhielten wurden wir ein weiteres Mal völlig überrascht. Frisches Focaccia mit salziger Butter war unser nächster Appetizer. Dazu wurde uns das Rezept gereicht. Da ist ja klar, was es demnächst häufiger im Hause Neubert gibt! Danach konnten wir uns auch auf unsere Hauptspeisen einigen. Dazu später mehr.

Unsere Vorspeise war fantastisch. Zum Saftigen Tartar vom Rinderfilet gab es Tamarindenbrot. Das kannten wir vorher nicht, schmeckte aber zusammen mit dem Tartar einfach super. Zu meiner Zeigenfrischkäsemousse gab es Feige und Portulak, was ich fälschlicherweise als frischen Feldsalat degradiert hatte.

 

Der Kellner hatte den Vorhang zugezogen, so dass wir in heimeliger Atmosphäre unseren Abend genießen konnten. Der Kellner – sichtlich Spaß daran, dass wir Spaß an unserem Abend hatten und uns so über die Dekoration und den Empfang gefreut hatten – hatte sich dann immer mit einem lauten „Kellner kommt“ angekündigt, bevor er den Vorhang wieder aufzog um uns etwas zu bringen. Man hat gemerkt, dass ihm sein Job Spaß macht und das wiederum macht uns Spaß.

 

Nach kurzer Wartezeit kamen unsere Hauptspeisen. Daniel hatte sich für das Männer-Steak entschieden: 600g T-Bone-Steak vom irischen Hereford-Rind, medium-rare im 800°-Grill zubereitet, dazu eine Ofenkartoffel. Ich habe mich zur Feier des Tages für ein 300 g Rinderfilet aus Australien, ebenfalls medium-rare im 800°-Grill zubereitet mit Süßkartoffel-Fries entschieden. Gemeinsam wollten wir die gebratenen braunen Champignons schnabulieren. Dazu wurde Chimichurri, Kräuterbutter und Barbecue-Sauce gereicht – alles hausgemacht. Auf heißen Tellern wurden die wunderschön angerichteten Speisen gereicht. Selten hat Essen so viel Spaß gemacht! Das Fleisch war butterzart, die Süßkartoffel-Fries waren außen kross und innen cremig weich, die Ofenkartoffel dampfend mit würzigem Sauerrahm, die Champignons deliziös. Es ist wirklich schwer zu beschreiben, aber in unserer Stimmung, in diesem Ambiente und bei diesem Essen konnte man nur genießen.

 

Nach dem Hauptgang waren wir angenehm satt und glücklich. Aber eins ließ mich nicht los… Wer mich kennt, der weiß, dass ich für Schokolade, Schokoladenpudding, Schokoladenkuchen und alles das mit dem Wort Schokolade in Verbindung steht, alles geben würde. Und da stand es auf der Karte: Souflé au Chocolat mit Passionsfrucht und Himbeersorbet. Es dauerte knapp eine viertel Stunde und dann wurde mir ein dampfendes Schokoladen-Küchlein im Glas serviert. Lecker. Im Gegensatz dazu das kalte fruchtige Himbeersorbet – lecker. Okay, es hätte für mich als Chocoholic auch gern Schokoladeneis mit Schoko-Sauce und Schoko-Splittern sein können, aber der Chefkoch wird sich dabei sicher etwas gedacht haben – und er hat seinen Job verdammt gut gemacht! Nachdem Daniel noch einen Espresso einverleibt hat, hatten wir knapp 2 einhalb Stunden leckeres Essen in einem tollen Ambiente – schöner als wir es uns vorstellen konnten.

 

Das war ein schöner Abschluss für unseren 1. Hochzeitstag. Zu unserer Hochzeitsmusik von Engelsgleich sind wir dann „happy“ nach Hause gefahren. Wir freuen uns schon jetzt auf unseren 2. Hochzeitstag, den wir gern wieder im Emil verbringen würden!

 

Wir Leckermäulchen haben natürlich – wie immer bei solchen fantastischen Abendessen – Fotos von Allem gemacht. Hier in unserer klickbaren Fotogalerie: